Das Referrer SEO Experiment – Backlinks in Logs zur Suchmaschinenoptimierung

SEO hat viele Facetten. Eine Methode der Suchmaschinenoptimierung ist das Sammeln von Backlinks. Mit simulierten Referrer-Klicks kann man massenhaft Links in Serverlogs für Google platzieren.

Es gab eine Zeit, da habe ich viel mit Google experimentiert. Die Idee zu diesem Experiment hatte ich beim auswerten meiner Serverlogs. In den Logs finden sich regelmäßig URL’s aus fremden Serverstatistiken. Diese Backlinks könnte man auch generieren.

Linkquelle Serverlogs

Genau wie ich auch, interessieren sich Webmaster dafür, wer einen Backlink auf eigene Inhalte gesetzt hat. Wird dann in fremden Serverstatistiken auf mich als Linkquelle geklickt, dann erscheint die URL der verlinkenden Statistik in meinen Logs. Mein Links erzeugen also indirekt auch Backlinks.

HTTP_REFERER

Wie ermittelt ein Server eigentlich die Backlinks für die Serverlogs? Der Browser schickt bei jedem Seitenaufruf (sofern nicht deaktiviert) im HTTP-Header die URL der Linkquelle als HTTP_REFERER an den Server. Der Webserver wertet die CGI-Anfragen aus und erstellt aus den HTTP-Variablen ein Eintrag im Logfile, aus dem wiederum die Statistik generiert wird.

Bis auf die IP-Adresse können im HTTP-Aufruf alle Angaben gefälscht werden, insbesondere auch die Linkquelle.

Backlinks sammeln

Für das Ranking in Google waren früher Links sehr wichtig. Die Anmeldung in hunderten Linkverzeichnissen bringt nix, da das ja jeder kann und macht. Zudem sind diese Backlinks aus Sicht von Suchmaschinen nichts wert.

Das Webmaster auf den Link klicken ist schön. Ein vollwertiger Backlink wird daraus erst, wenn Google & Co die Statistiken indiziert haben.

Öffentliche Serverlogs

Ein kurzer Test bei Google ergab, dass es viele Serverlogs gibt, die indiziert und öffentlich zugänglich sind. Das sind die idealen Kandidaten für mein Experiment.

Referrer SEO Experiment

Annahme:

Durch simulierte Klicks mit generierten HTTP-Requests können Links in Serverlog platziert werden, die Google als Backlink wertet. Das Ranking einer Webseite kann dadurch verbessert werden.

Umsetzung:

Um das Testergebnis nicht zu verfälschen wurden neue URL’s genutzt, die außer in den Logs nirgendwo verlinkt werden.

Ein Skript sucht zunächst nach indizierten Serverlogs bei Google. Für jede gefundene Domain wird ein Klick simuliert, indem ein HTTP-Request mit gesetztem HTTP_REFERER erzeugt wird. In der Referrer-URL werden die zu optimierenden Keywords untergebracht, da diese dann Bestandteil des Ankertext werden.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, per Plugin im Browser bei jeder besuchen Webseite immer die eigene Homepage als Referrer zu senden.

Ergebnis:

Es dauerte meist mehrere Wochen, bis Google die in den Logs verlinkten URL’s in seinen Index aufgenommen hat. Das Verfahren ist zwar komplett automatisierbar, wirkt sich aber nur bedingt positiv auf das Ranking aus, da der Linktext eine komplette URL ist.

Die Conclusio – Logs sind out

Mein Experiment stammt aus dem Jahr 2004 und konnte mit HTTP-Requests sehr viele Backlinks in Serverlogs erzeugen. Dieses Verfahren wird heute auch als Referrer-Spam bezeichnet und gilt als Blackhead-SEO. Fraglich ist, ob aus einem einzelnen HTTP-Request rechtliche Gegenmaßnahmen möglich sind. Eine Anfrage von ein paar Byte belastet keinen Server so, dass daraus eine Beeinträchtigung konstruiert werden könnte.

Wenn man unbedingt seine Logs öffentlich ins Internet stellen will, dann sollte man wenigstens die Links mit REL=NOFOLLOW kennzeichnen. Andernfalls braucht man sich nicht wundern, wenn die Logs überquellen. Da dieses Vorgehen mittlerweile weit verbreitet ist, macht man sich nicht gerade bei den Opfern beliebt. Der ein oder andere Webmaster greift dann schnell zum DOS-Gegenangriff und ruft dauerhaft dynamisch generierte Seiten auf (z.B. die Suche). Ganz zu schweigen von der negativen PR, die man sich damit einhandeln kann.

Gästebücher und Blogs eigneten sich besser für Backlinks. Heutzutage sind hier Links dank dem REL-Attribut meist wertlos und nutzlose Kommentare werden erfolgreich blockiert. Man muss sich also schon die Zeit nehmen und inhaltlich mit Mehrwert zum Thema beitragen, um hier einen Backlink zu bekommen. Der Linkaufbau kostet also viel Zeit.

Google Analytics

Klassische Zugriffsstatistiken sind out. Heute nutzen viele Webmaster zur Auswertung der Besucher ohnehin Google Analytics. Um Links in Google Analytics zu platzieren braucht man entweder ein Browsermakro oder muss serverseitig mit mehreren HTTP-Requests die API-Aufrufe von Google nachbilden.

Es ist auch heute noch möglich die Aufmerksamkeit von Webmastern mit simulierten Backlinks in dessen Serverstatistik zu erregen. Der langfristige Erfolg steht aber je nach Umsetzung auf einem anderen Blatt.

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